Die Sägewerke im Allgäu beklagen einen Rundholzmangel. Seit rund einem Jahr gibt es zwar genügend Aufträge, es fehlt aber das Rundholz, um diese in ausreichendem Maße auszuführen. Im Privat- und Kommunalwald wird zu wenig Holz eingeschlagen. Obwohl die Preise einen stetigen Anstieg seit dem Frühjahr verzeichnen und die Preise durchaus auf einem Jahreshoch mit durchschnittlich 95,-- € pro Festmeter sind, halten sich die Waldbesitzer im Einschlag zurück. Es ist eigentlich schade, denn waldbaulich wichtige Durchforstungsmaßnahmen oder überfällige Altholzhiebe könnten jetzt gut auf dem Rundholzmarkt platziert werden.
Vor allem sollten die Waldbesitzer den Allgäuer Sägewerken ein zuverlässiger Marktpartner sein, um auch deren Fortbestand zu sichern. Es darf nicht vergessen werden, dass es auch wieder Zeiten geben wird, in denen mehr Holz auf dem Markt sein wird, als dieser aufnehmen kann, zum Beispiel nach einem Orkan oder nach einer Borkenkäferkatastrophe.